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Ordnung – Ein politisch umkämpfter Begriff

Herfried Münkler, Michael Borgolte
12,00€ inkl. MwSt.
Ist Ordnung nur ein fernes Ideal? Herfried Münkler und Michael Borgolte erläutern, wie wir mit verschiedenen Ordnungs­systemen die Welt beherrschbar machen und warum wir unsere »Unordnungstoleranz« steigern müssen.
Teil der Reihe

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Wer schafft Ordnung, und wer schafft sie ab? Stehen wir der Ordnung als Konsumenten gegenüber oder als Produzierende? Das Sprechen über Ordnung hat immer einen konservativen Beiklang, wenn wir sie errichten, durchsetzen oder erhalten. Ob es eine übergeordnete Ordnung überhaupt geben kann oder ob wir uns mit der Pluralität konkurrierender Ordnungssysteme abfinden müssen, diskutieren der Politikwissenschaftler Herfried Münkler und der Mediävist Michael Borgolte mit der Kraft ihrer Disziplinen, politisch handlungsorientiert, aber auch historisch begriffsgeschichtlich. 

 

»Wo es nur Feinde gibt beziehungsweise wir jeden zunächst als Feind ansehen müssen, gibt es keine Ordnung. Ordnung entsteht mit der Gewissheit des Freundes.«
Herfried Münkler

»Es kommt darauf an, die Unordnungstoleranz zu steigern. Wir müssen uns damit abfinden, dass alle Lösungen der Menschheitsgeschichte provisorisch sind.«
Michael Borgolte

Deutsch-Englisch
Klappenbroschur
104 Seiten, 14 x 20,5 cm
ISBN 978-3-96476-300-6
erschienen November 2019

Über die Autoren


Der renommierte Politikwissenschaftler verbindet theoretische Forschung mit aktiven Beiträgen zu tagespolitischen Debatten, die ihn immer wieder in Begegnung mit Praktikern der Politik bringen. Seine Dissertation zur Begründung des politischen Denkens der Neuzeit bei Machiavelli gilt als Standardwerk. In vielfältigen Publikationen wie Macht in der Mitte, Der Große Krieg: Die Welt 1914 bis 1918 oder zuletzt Der Dreißigjährige Krieg. Europäische Katastrophe. Deutsches Trauma. 1618–1648 setzt er sich historisch wie aktuell mit Deutschlands Rolle in der Welt und in Europa auseinander. Herfried Münkler lehrte und forschte bis zu seiner 2018 erfolgten Emeritierung an der Humboldt-Universität zu Berlin zu politischer Theorie und Ideengeschichte, politischer Kultur, Theorie und Geschichte des Krieges sowie zum Themenfeld Risiko und Sicherheit.


Der Historiker Michael Borgolte hat die transkulturelle Mittel­al­ter­forschung wie kein anderer in Deutschland angeregt und beeinflusst. Seine Forschungen zur Geburt Europas aus der Antike führen ihn bis in die aktuellen Diskurse der Gegenwart. Dabei setzt er sich nicht nur mit »Europa« als Ordnungsbegriff, als historischer Einheit oder als Werte­gemeinschaft auseinander, sondern fördert aus der mittelalter­lichen Migrationsgeschichte auch relevante Erkenntnisse zu heutigen Entwicklungen zutage. Michael Borgolte war Professor für Mittel­alter­liche Geschichte mit den Schwerpunkten Sozial-, Verfassungs- und Kirchengeschichte des europäischen Mittelalters an der Humboldt-Universität zu Berlin und ist als Senior Researcher zurzeit damit beauftragt, ein Institut für Islamische Theologie an seiner Universität zu gründen.

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